Zur Basisdiagnostik für die Stadieneinteilung und die Beurteilung der Therapiefähigkeit bei aggressiven Lymphome gehören:
- Anamnese, insbesondere von B-Symptomen
- Körperliche Untersuchung
- Zellzählung, Differenzialblutbild, Retikulozyten
- BSG, Elektrophorese, Gesamteiweiß
- GOT, GPT, AP, γ-GT, Bilirubin, Kreatinin, Harnsäure, Blutzucker
- LDH, optional: β²-Mikroglobulin
- Immunfixation i.S.
- Quick-Wert, PTT
- Coombs-Test, ggf. weitere Hämolyseparameter
- Oberflächenmarker durch FACS-Analyse (nur bei leukämischen Verlauf)
- Knochenmarkzytologie, Knochenmarkhistologie
- Lymphknotenbiopsie
- CT Hals/Thorax/Abdomen
- Ergänzt durch Sonographie zur Verlaufskontrolle
- bei hochcervikalem Lymphknotenbefall: HNO-ärztliche Untersuchung
- nur bei entsprechender klinischer Symptomatik: Gastroskopie, Koloskopie, Röntgenuntersuchung und/oder Szintigraphie des Skeletts
- diagnostische Liquorpunktion nur bei Hochrisikopatienten
- Echokardiogramm (vor anthrazyklinhaltiger Therapie), Audiogramm (vor platinhaltiger Therapie)
- bei schlechtem Allgemeinzustand und Patienten >75 Jahren: Bestimmung des Komorbiditätsindex (CIRS)
International wird auch ein PET in Kombination mit einem Hochdosis (Kontrastmittel-) CT gefordert; diese Untersuchung wird aber in Deutschland immer noch nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt; nach Rücksprache mit der entsprechenden Krankenkasse und/oder dem MDK erfolgt aber immer häufiger eine Kostenzusage.